11.09.2010 bis 15.09.2010

11.09. Samstag (dritter Angeltag) – die erste Prüfung 
Am morgen machten wir uns auf zur Jagd nach dem Butt. Nachdem wir kurzfristig erfahren mussten, dass wir an diesem Angeltag mit keinem Silver Eagle Boot rechnen können beschlossen wir mit unserem kleinen 40HP Rana im Schlepptau mit Burkhard rauszufahren mit dem Ziel Veggeborn. Soweit hatte sich noch nie ein Rana Boot von Finnkroken gewagt,
doch die Wetterprognosen standen günstig und wir wagten den Ritt zu diesem sagenumwobenen Heilbuttspot.

Nach 1 3/4 stündiger Fahrt angekommen, wie konnte es anders ein, Burkhard drillte die erste Platte – mit 118cm. ein schöner Fisch und wir konnten den Drill aus nächster Nähe BEOBACHTEN. Daraufhin zogen wir 6 Stunden unsere Köder durchs Wasser aber ein Biss war uns nicht gegönnt. Ganz nebenbei fing ein weiterer Angler auf Burkhards Boot beim Pilken einen Heilbutt mit 145cm, keine Frage, sie waren da aber eben heute nicht bei uns. Nachdem wir nach langer Rückfahrt am Steg angekommen waren erreichte uns eine SMS, dass gerade ein Boot mit dänischen Anglern an dem von uns lange befischten Platz einen Kveite mit 135cm. verhaften und releasen konnten, was unsere Stimmung auch nicht gerade verbesserte. Mit Wiener Schnitzel und  irischem Neutralisator ließen wir den Tag gemächlich ausklingen, wartend auf die nächste Chance –


12.09. Sonntag (vierter Angeltag) – die zweite Prüfung
Guten Mutes machten wir uns auf den Weg zum Steg, sollte es doch heute mit dem Silver Eagle hinaus auf ein weit entferntes Plateau bei Spenna gehen. Beeindruckend die gemeinsame Abfahrt von 4 Booten von Camp Hav og Fjell am Langsund, koordinert und organisiert unter der Leitung des dort engagierten Angelguides Burkhard Plichta. Mein  Freund hat mehr als nur dazugelernt in dieser Saison, das steht außer Frage. Diese Art der Angelei auf Heilbutt bewegt sich in einer anderen Liga und ist auch dementsprechend erfolgreich. Nach einstündiger Fahrt angekommen konnten Henrik, Burkhard und ich einige Dorsche bis 12 kg fangen. Max Rute blieb ruhig und bis zum Abend gelang uns beiden kein erwähnenswerter Fang mehr. Burkhard überlistete eine schöne Platte von 105cm. die einen heftigen Drill lieferte. Der mit der Schwanzschlinge gelandetet Fisch wurde schonend released, vielleicht wird er ja mal THE BIG ONE. Wir waren dabei und konnten den Drill BEOBACHTEN. Leider verlor Max an diesem Tag noch zwei richtig gute Fische doch jeder Fisch hat seine Chance, that’s fishing. Ein schöner Angeltag ging auf der Heimreise mit ein wenig  Drillspaß auf     Sportdorsche vor Vannoy zu Ende.
Am Abend dann eine heisse Grillparty in Mortens Haus in Finnkroken mit vielen Gästen, Gitarrenmusik und Edelneutralisatoren, da rockte der Fjord. Einmalig!

13.09. Montag (Regen – kein Angeltag)
Leider hatten wir uns bei den langen Bootsfahrten erkältet und so kam dieser Tag zur rechten Zeit..
MIt dem Holzhofen heizten wir die Bude auf Saunatemperaturen ein und diskutierten über Angelcharma und Anglerdenke. Nach zwei erfolglosen Tagen brauchten wir wieder etwas Drillspaß für unsere geschundene Anglerseele und der war ja bekanntlich nicht weit weg von unserer Hütte. Für morgen hatte sich gegen 9 Uhr Morten mit dem großen Boot angesagt, aber normalen Drillspaß wie wir ihn suchten wird es dort nicht geben, das wusste ich von vorhergehenden Fahrten. Wir beschlossen am nächsten Morgen schon gegen 6,30 Uhr aufzustehen und für eine Stunde unsere Spaßstelle zu besuchen. 

14.09. Dienstag (fünfter Angeltag) – die dritte Prüfung
7 Uhr Abfahrt zu den Dorschen – um 8 Uhr hatten wir 8 Stück zwischen 80  und 90cm, dazu 4 Schellfische bis 70cm – Drillspaß an einem wunderschönen Morgen mit Sonne und spiegelglatter See – wir lieben das Leben – dann zurück zum Steg – Morten läuft ein – umladen und raus mit der MV Big Fisher – 700 HP unterm Arsch – Exklusiv – tolle Stimmung – Musik an Bord – Neutralisatoren aller Art und viel viel Hoffnung.
Mit an Bord sind Burkhard und Henrik und bereits am ersten Stop krachts. Henrik meldet einen kräftigen Biss und nach einem harten Drill können wir einen Butt mit 106cm landen. Wir gratulieren herzlich und können wieder BEOBACHTEN.
Morten fährt weitere Stellen an ohne Erfolg – ich beobachte Max und stelle fest, dass er hartnäckig seine Chance sucht.
Er kurbelt rauf und runter, wechselt die Köder und spult Kilometer um Kilometer Schnur mit seiner Rolle. Natürlich wünsche ich ihm nichts mehr als endlich den dumpfen Schlag in der Rute, den ich schon oft spüren durfte.Zu diesem Zeitpunkt weiss ich auch wie schwer es fällt, nach gefühlten 25 Stunden ohne richtigen Biss das nötige Vetrauen in die Köder zu haben. Oft haben wir über diese Situation gesprochen, das ist Heilbuttangeln, dafür braucht man innere Härte.
Nachdem er auf einen toten Seelachs am Systhem ummontiert hatte plötzlich die ersehnte Krümmung seiner Rute. 
Kräftige Schläge und eine rasante Flucht, sofort war klar – It’s a big one, ein ordentliches Kaliber. Morten wollte gerade umsetzen, wollte etwas tieferes Wasser suchen da kreischte die Rolle. Nach einem heftigen Drill konnte Burkhard den Butt schonend landen. Großer Jubel !!! – Things you can’t buy for money – Adrinalin – stolzer Fänger – stolzes Team – Gratulation – vermessen – 145cm. Gewicht ca. 40kg .- kurze  Photosession und dann der Moment, den Fisch wieder unversehrt in sein wildes Element  zu entlassen – ein unvergessenes Erlebnis – very special –  Bericht des Fängers folgt.
An diesem Tag angeln wir sehr hart, lange bis in die Nacht hinein. Kurz nach diesem Fisch hatten Burkhard und ich  zwei Bisse, zweifellos Butt aber dann war Schicht im Schacht. Wir erlebten einen wunderschönen Tag auf See mit einem herrlichem Sonneruntergang und auf dem Heimweg konnte Henrik seinen persönlichen Dorschrekord auf 18kg steigern.
An diesem Tag hatten wir nicht viel Fische aber eben Fische. Vielen Dank an Hexer Morten für diese unvergessene Fahrt und großer Dank an Burkhard und Henrik für special Support – Schöner hätte es nicht sein können und diesmal durften wir nicht BEOBACHTEN – NEVER GIVE UP!!!

15.09. Mittwoch ( Abreise – kein Angeltag)
Rückreise ohne Probleme – Mission completed

Fazit:
September ist ein phantastischer Angelmonat, wenn das Wetter passt. Wie bereits im Bericht Henrik goes North zu lesen sind unsere Erfahrungen mit der Angelei in diesem Monat mehr als gut. Wir konnten die Fänge in den anderen Booten im Camp Hav og Fjell verfolgen und auch die waren durchwegs überdurchschnittlich. Schon jetzt freue ich mich auf unsere Septembertour 2011

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